Buddhistische Philosophie – Die Madhyamaka-Schule

Eine der bekanntesten Schulrichtungen der buddhistischen Philosophie ist die Madhyamaka-Schule. Sie geht auf den indischen Philosophen Nagarjuna zurück und stellt einen der zwei Hauptzweige des Mahayana-Buddhismus dar. Zu ihr zählen weitere bedeutende Philosophen wie Candrakirti und Santideva. Ab dem 9. Jahrhundert prägte die Madhyamakarichtung insbesondere den Tibetischen Buddhismus.

Nun ist der Artikel zu Madhyamaka in der Stanford Encyclopedia of Philosophy gründlich überarbeitet worden.

Die Trolle nicht mehr gewinnen lassen

Kashmir Hill schreibt auf Forbes über das alltägliche Trollen, Mobben, Schikanieren und Bedrohen im Internet. Sie erwähnt aktuelle Vorkommnisse der letzten Wochen, die mit ihrer Lektüre von Danielle Citrons neuem Buch “Hate Crimes in Cyberspace” zusammenpassen – was nicht verwunderlich ist, weil Tag für Tag solche Geschichten passieren.

Erhält eine dieser Geschichten mal etwas mehr Öffentlichkeit, ist die Betroffenheit groß, aber meistens kurz. Es herrscht offenbar der Eindruck, dass es sich um Einzelfälle handelt, von denen man selbst nie betroffen sein könnte. Danielle Citron, die sich seit einem Jahrzehnt mit diesem Phänomen beschäftigt, sagt: “There’s not a week that goes by that I don’t get an email from someone saying, ‘Please help me.’

Intelligenztest Nettigkeit und Mitgefühl: Love is louder

Es ist wichtig, dass die Menschen ermutigt und aufgebaut werden, die sich durch aggressive, offensive, übergriffige, demütigende Äußerungen von respektlosen Trollen, Rechthabern, Wichtigtuern, und Besserwissern eingeschüchtert fühlen. Arroganz ist das Gegenteil von Intelligenz.

In den USA gibt es im Profisport gerade mehrere Projekte, die die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen wollen, dass aggressives Kommunikationsverhalten nicht akzeptabel ist. Prominent ist diesbezüglich schon seit einiger Zeit die Aktion “Boston vs Bullies”.

Vor einigen Tagen haben sich Spieler der MLS-Fußballmannschaft Chicago Fire mit einer Aktion für “Love is louder” auf Twitter und YouTube beteiligt.

Auch die Fans zeigten am Wochenende während eines regulären Ligaspiels ihre Unterstützung für die Aktion:

“Love is louder” geht auf die Initiative eines Elternpaares zurück, das seinen Sohn durch Suizid verloren hat. “Love is louder” ist ein “movement of people here to say that love is louder than any voice that causes us pain or brings us down.

Auch wenn Manche gerne das Gegenteil behaupten – nett zu sein ist definitiv intelligent. Wie erbärmlich ist es dagegen, absichtsvoll eigenes und fremdes Unglück herbei zu führen:

Adam Smith und Immanuel Kant über Glückseligkeit

1759 veröffentlichte Adam Smith seine “Theorie der ethischen Gefühle” – sein philosophisches Hauptwerk, auch nach Smiths eigener Meinung. Eine erste deutsche Übersetzung erschien erst in den 1790er Jahren.

Seine Ausführungen über die Stoa (VII,2,1) sind bemerkenswert umsichtig und einfühlsam. Er buchstabiert aus, wie es sich anfühlt, ein Stoiker zu sein. Dabei wird man an Kants “Grundlegung zur Metaphysik der Sitten” erinnert. Smith thematisiert Aspekte, die Kant in seinem später erschienenen Buch ebenfalls diskutiert. Man würde sich allerdings wünschen, Kant hätte in sprachlicher Hinsicht von Smiths Ausführungen profitieren können. Kants Sprache ist bekanntlich nicht der Inbegriff von Eleganz, obwohl man sich durchaus darin vertiefen und sie gelegentlich schätzen kann, was dann aber wohl auf Kosten der Mitteilungsfähigkeit gegenüber den Mitmenschen geht.

In einer seiner ersten Arbeiten (1756) berichtet Smith über die Literatur auf dem europäischen Kontinent. Darin bedauert er auch, dass die Deutschen so daran gewöhnt seien, in einer fremden Sprache zu sprechen und zu denken (Latein, Französisch), dass es erklärbar sei, dass “sie nicht imstande sein könnten, sich glücklich oder treffend auszudrücken, sobald es sich um Themen heiklerer oder feinerer Natur handelt.” (Theorie, Hamburg 1994, S. XV).

Es ist eine interessante Spekulation, was bei der großen Nähe Smith über Kants Buch und Kant über Smiths Buch gedacht oder beide miteinander besprochen hätten. Dass sie nie einander begegneten oder brieflich miteinander verkehrten, ist bedauerlich.

Condorcet gegen den Egoismus

“Wenn dir gute Taten und zärtliche Neigungen zur Gewohnheit werden, so liegt darin die reinste, unerschöpflichste Quelle des Glücks. […] Vergiss niemals, dass derjenige, der empfängt, von Natur aus dem gleich ist, der gibt, dass alle Unterstützung, die Abhängigkeit nach sich zieht, keine Gabe mehr ist, sondern ein Geschäft, und dass sie, wenn sie demütigt, zur Beleidigung wird.”

[Condorcet (1743-1794): Ratschläge an seine Tochter; übersetzt und ausführlich diskutiert von Dieter Thomä in Figurationen 02/05]