Thomas Scanlons neues Buch “Being Realistic about Reasons”

Thomas Scanlon beschreibt in seinem neuen Buch “Being Realistic about Reasons” (OUP) einen moralischen Realismus, also eine Position über die Natur moralischer Urteile. Diese Frage hat die Moralphilosophie des letzten Jahrhunderts geprägt, und Scanlons Buch ist eine Verteidigung des normativen Kognitivismus – der Auffassung, dass es normative Wahrheiten über Gründe für Handlungen gibt.

Die Beschäftigung mit dem Realismus (oder Kognitivismus) zieht sich schon länger durch Scanlons Arbeiten – siehe dazu z.B. Thomas Nagels Rezension von Scanlons Buch “What We Owe to Each Other” in der LRB aus dem Jahr 1999 (gegen Ende) oder Christine Korsgaards Bemerkung zu Scanlon in ihrem Aufsatz “Realism and Constructivism” (PDF) (ebenfalls gegen Ende)