Wie effektiv war der Neoliberalismus?

“Neoliberalismus” ist eigentlich eine schwierige Vokabel. Anhänger und Gegner meinen damit durchaus nicht das Gleiche, und es scheint so, dass heute damit im Wesentlichen ein “Marktradikalismus” gemeint ist.

Daniel Stedman Jones hat bei Princeton University Press sein Buch “Masters of the Universe: Hayek, Friedman, and the Birth of Neoliberal Politics” veröffentlicht. Dies rezensiert Scott Summner bei reason.com. Der Rezensent kann dem Neoliberalismus mehr abgewinnen als der Buchautor. Allerdings hält er den Einfluss des Neoliberalismus auf den Konservativismus für überbewertet. In den letzten Jahren vertrete der Konservativsimus tatsächlich zunehmend eine dogmatische Form des Marktradikalismus, die sich vom Neoliberalismus unterscheide. Während seiner Ausbildung in der “Chicago School”, so Summner, sei der übliche Kommentar zum Wohlfahrtsstaat gewesen, dass es vermutlich am besten sei “to just give money to the poor”.

In der öffentlichen und politischen Wirkung ist es aber nun mal so, dass die Argumente von Friedman, Hayek und den offiziellen Bank- und Finanzexperten durcheinander gehen, und die Feinheiten, ob dies nun von dieser oder jener Schule gesagt wurde, keine Rolle mehr spielen.