Philosophie der normalen Sprache – Ein Rückblick

T. P. Uschanov schreibt in “The Strange Death of Ordinary Language Philosophy” über die Attacken von Ernest Gellner auf die Philosophie der normalen Sprache in seinem Buch ‘Words and Things’ (1959). Das Buch erregte viel Aufsehen und eine Kontroverse. Bald darauf wurde es still um die Philosophie der normalen Sprache (Wittgenstein, Ryle, Austin u.a.). ‘Words and Things’ sei ein schlechtes Buch, das für viele falsche Auffassungen in der nachfolgenden Literatur verantwortlich sei.

Uschanovs Artikel ist recht umfangreich – er selbst nennt ihn einen “Leviathan”. Zahllose Thesen und Details werden aufgeführt. Darunter auch humorige, wie die von Mary Warnock wiedergegebene Beobachtung, es sei in Oxford ein running joke gewesen, dass Ryle nur deshalb die Idee eines “inneren Lebens” in Frage stellen konnte, weil er selbst keines gehabt habe.

2 thoughts on “Philosophie der normalen Sprache – Ein Rückblick

  1. Ich persönlich habe nicht den Eindruck, dass die Philosophie der normalen Sprache tot wäre. Im Gegenteil – ich kann das zwar nicht statistisch belegen, aber mir scheint derzeit ein Haufen von Philosophen, insbesondere des “analytischen” Lagers, zu glauben, dass eine These u.a. dann richtig ist, wenn sie den Alltagssprachgebrauch und die Alltagsintuitionen möglichst gut einfängt. Bei vielen scheint das als ein Kriterium (unter vielen anderen, sicher) für gute Philosophie zu gelten. Wie gesagt, das ist aber nur ein ganz subjektiver persönlicher Eindruck.

  2. Man müsste sich diese Kriterien ansehen. Ich überschau das im Moment nicht. Vielleicht kann man von Phase 2 (oder 3) sprechen?

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