Auszeichnung für Ursula Renz

Ursula Renz hat für ihr Buch “Die Erklärbarkeit von Erfahrung: Realismus und Subjektivität in Spinozas Theorie des menschlichen Geistes”, erschienen bei Klostermann, den Preis des Journal of the History of Philosophy für die beste Veröffentlichung zur Philosophiegeschichte im Jahr 2010 erhalten.

Eine Rezension des Buches hat Martin Saar im September bei NDPR veröffentlicht.

.

.

Formale Ontologie für Informationssysteme

Die 7. Konferenz “Formal Ontologies in Information Systems” (FOIS 2012) wird vom 24. bis 27. Juli 2012 in Graz stattfinden. Sie beschäftigt sich mit den Repräsentationen in Informationssystemen wie Künstlicher Intelligenz, Software, Datenbanken, Bioinformatik, Wissensmanagementsystemen und Semantischem Web. Die Konferenz widmet sich sowohl theoretischen Fragen als auch konkreten Anwendungen.
Eine Übersicht über bisherige Konferenzen gibt es auf der Webseite formalontology.org.

Michael Ruse kritisiert Alvin Plantingas neues Buch

Michael Ruse äußert sich im Chronicle of Higher Education zu Alvin Plantingas neuem Buch über Religion und Theismus. Plantinga, der in früheren Auseinandersetzungen mit Ruse behauptet hatte, kein Befürworter des Intelligent Design zu sein, akzeptiert diese Auffassung nun doch in seinem Buch, so Ruse. Außerdem kritisert Ruse, dass Plantinga und andere Vertreter religiöser Auffassungen immer wieder die Thesen ihrer Gegner verzerren, auf Einwände keine Antwort liefern und Abweichler drangsalieren: “because of their unsophisticated versions of these beliefs, they simply are not prepared to engage in mature, responsible scholarship. And they bully those who are.

Plantingas Buch erhält viel Aufmerksamkeit, wie jüngst erst in der New York Times.

Vor zwei Jahren hatte Plantinga mit Daniel Dennett in Chicago diskutiert – ein offenkundig einseitig-parteilicher Bericht hatte in den Philosophieblogs die Runde gemacht. Darin heißt es, Dennett sei nicht auf die Argumente Plantingas eingegangen und habe eher eine spöttische Haltung an den Tag gelegt. Kommentare zu diesem Bericht (hier und hier) legen aber nahe, dass es Plantinga war, der Dennetts Einwand nicht zur Kenntnis nahm.

Stark sein im Leiden? Christopher Hitchens äußert Zweifel

“Was mich nicht umbringt, macht mich stärker” – mit dieser Maxime Nietzsches setzt sich der krebskranke Christopher Hitchens in der Vanity Fair auseinander. Existenzielle Bedrohungen öffnen den Blick für die Tauglichkeit von Parolen. So sieht Hitchens das oft bemühte Zitat Nietzsches in einem anderen Licht.

.

. .

Sócrates ist tot

Der ehemalige brasilianische Fußball-Nationalspieler Sócrates ist gestern in São Paulo gestorben. Der begnadete Fußballspieler hatte seinerzeit die Fans aufgerufen, sich gegen die Militärdiktatur und für die Demokratie einzusetzen. Zusammen mit anderen Mitspielern erstritt er demokratische Strukturen in seinem Verein (“Democracia Corinthiana“). Fußballer wie Sócrates spielten “‘linken Fußball’ als Antwort auf die rechten Diktaturen in Südamerika – angstfrei, lebensfroh und offensiv”, wie die FR schreibt.

.

Unterrichtsmaterial von David Foster Wallace

Der amerikanische Schriftsteller David Foster Wallace hat an verschiedenen Universitäten unterrichtet. Sein Promotionsstudium in Philosophie brach er 1992 ab, um einen Lehrauftrag an der Illinois State University anzunehmen. Einen Artikel über seinen Unterricht gibt es bei Slate.

Die Ansprüche an seine Studenten waren hoch. Die von ihm ausgegebenen Unterrichtsmaterialien enthalten Benotungshinweise, Vokabellisten, Literaturlisten und “Warnungen”. Einige dieser Unterlagen sind auf dieser Webseite einsehbar.

.

. .