Janet Radcliffe Richards – die skeptische Feministin

Janet Radcliffe Richards (Oxford) äußert sich skeptisch über einige Theorien, die sich als feministisch bezeichnen aber per se gar nichts mit Feminismus zu tun haben, wie beispielsweise “Feministische Epistemologie”. Wenn solche Theorien Konzepte wie Wahrheit und Vernunft über Bord werfen, seien sie Unsinn: “Much of what passes for “feminist” theory in certain academic circles is ‘unmitigated rubbish’.
Janet Radcliffe Richards hat unter anderem das Buch “The Sceptical Feminist” veröffentlicht.

Zu Derek Parfits “On what matters”

In den “Notre Dame Philosophical Reviews” ist eine ausführliche Rezension von Mark Schroeder zu Derek Parfits “On what matters” erschienen.

Bei “New APPS” diskutiert Eric Schliesser “Parfit’s fanaticism” (“On wasted philosophic lives…”).

Der neue “New Yorker” hat ein interessantes Stück (vollständig nur auf Subskription) über Parfit und sein neues Buch. Es enthält einige Trivia zu Parfits Person, bspw. dass er kürzlich seine langjährige Lebensgefährtin Janet Radcliffe Richards geheiratet hat.

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Interview mit Peter Singer über Privatsphäre und Internet

Peter Singer hat im Harper’s Magazine einen Artikel mit dem Titel “Visible Man” (nur für registrierte Nutzer) veröffentlicht. Darüber hat er dem Sender KUOW ein Interview gegeben, das auf der Webseite zu hören ist oder als MP3 heruntergeladen werden kann.

Michael Hampe über Naturideologie und Marktideologie

Michael Hampe schreibt in der NZZ darüber, dass unsere Gegenwart keineswegs ideologiefrei sei: sie werde beherrscht von der Marktideologie und der Naturideologie. Er widmet sich insbesondere der “Naturideologie”. Eine “Natur” gäbe es nicht. Insofern scheint es problematisch zu sagen, dass die Natur verbraucht werde oder geschützt werden muss.
Ich bin mir nicht sicher, ob eine solche Essentialismukritik stichhaltig ist. Wenn man bewusst eine Norm zum Schutz der Natur postuliert, muss man nicht zwingend diese Ideologie einkaufen, auch wenn andere sie verwenden.

Sonderausgabe der Philosophical Quarterly online

Wieder eine philosophische Zeitschrift, die in einer Sonderausgabe ausgewählte Artikel aus bisherigen Ausgaben versammelt und als virtuelle Sonderausgabe online stellt – diesmal ist es The Philosophical Quarterly, mit Klassikern von Gilbert Ryle, Gregory Vlastos oder dem bemerkenswerten, möglicherweise technisch überdrehten Aufsatz von Bernard Williams “Aristotle on the Good: A Formal Sketch

Über Pynchon über Gödel

Ole Thomassen Hjortland bloggt darüber, dass in Thomas Pynchons Buch “Gravity’s Rainbow” (dt. “Die Enden der Parabeln“, übersetzt von Elfriede Jelinek und Thomas Piltz) Kurt Gödels Unvollständigkeitstheorem eine Rolle spielt, und dass Steven C. Weisenburger in seinem Companion zu Gravity’s Rainbow eine Erläuterung des Unvollständigkeitstheorems gibt.

Neue Vermutungen zum Tod von Albert Camus

Der Guardian berichtet, dass der italienische Corriere della Sera darüber spekuliert habe, dass der tödliche Autounfall von Albert Camus vom sowjetischen KGB verursacht worden sei. Der tschechische Schriftsteller Jan Zábrana habe berichtet, dass Camus’ Kritik am sowjetischen Vorgehen in Ungarn zu dem KGB-Befehl geführt habe, einen Reifen des Wagens, mit dem Camus verunglückte, zu manipulieren.
Dem Guardian zufolge hält der Camus-Experte Olivier Todd diese Geschichte für unglaubwürdig.

Nachtrag: Spiegel Online berichtet jetzt auch darüber.

Vortrag von Dieter Birnbacher über Schopenhauer

Aus Anlass des 10-jährigen Bestehens der Schopenhauer-Forschungsstelle der Universität Mainz hat Dieter Birnbacher einen Vortrag mit dem Titel “Was lässt sich von Schopenhauer lernen?” gehalten. Darin verrät Birnbacher, dass Schopenhauer der erste Philosoph gewesen sei, mit dem er als Schüler in Berührung gekommen sei, weil er altbacken wirkende Texte von ihm im Bücherregal seiner Großvaters gefunden habe. Der Vortrag ist als MP3-Datei auf der Seite der Schopenhauer-Forschungsstelle abrufbar.