Wird die Hirnforschung Psychologie und Philosophie überflüssig machen?

In Amsterdam findet vom 1. bis 3. April 2011 die Konferenz “Imaging the mind” statt. Sie soll, so Stephan Schleim, einer der Organisatoren, den aktuellen Stand der Hirnforschung ermitteln und einen Ausblick auf die Entwicklung von Psychologie, Philosophie und Hirnforschung werfen.
Die bildgebende Hirnforschung hat manche in dem Optimismus bestärkt, die letzten Fragen des menschlichen Bewusstseins klären zu können – und eventuell sogar Psychologie und Philosophie überflüssig zu machen. “Doch es häufen sich auch kritische Stimmen, welche die Erklärungskraft dieser Methoden für das Verständnis des menschlichen Geistes infrage stellen”, wie Stephan Schleim in seinem Blogeintrag berichtet.

Starke Zweifel haben beispielsweise Philosophen wie Julian-Nida Rümelin oder Ansgar Beckermann in ihren Büchern formuliert. (Links zu Amazon)

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2 thoughts on “Wird die Hirnforschung Psychologie und Philosophie überflüssig machen?

  1. Die Frage ist schon reichlich dämlich. Wer hat denn das Universum erschaffen, das Gehirn?

  2. Ich habe ein wenig gebraucht, um herauszufinden, was du wohl meinst.
    Dass beispielsweise die Philosophie überflüssig sei, ist eine Hypothese, die Philosophen immer wieder prüfen. Selbstkritik gehört ja zur Methode. Insofern ist die “Provokation” der Hirnforschung nicht ganz so sensationell, aber immerhin eine Überlegung wert. Ich bin aber auch der Meinung, dass der Anspruch, die anderen Selbstreflexionsdisziplinen überflüssig zu machen, dann doch zu optimistisch ist. Schließlich – warum sollte dann nicht auch die Soziologie oder die Literaturwissenschaft überflüssig werden?!

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