How to find a good self-published e-book

Laura Miller schreibt bei Salon.com über ein massives Problem, das Leser mit E-Books haben werden – nämlich das, gute Bücher zu finden. Und wie machen sich introvertierte Autoren in einem Ozean von Veröffentlichungen bemerkbar?

“Everybody acknowledges that there have to be a few gems out in the slush pile — one manuscript in 10,000, say — buried under all the dreck. The problem lies in finding it. …
In other words, it’s a dirty job, but someone’s got to do it, and if the prophecies of a post-publishing world come true, it looks, gentle readers, as if that dirty job will soon be yours. …
Writers who are charming in person and happy to promote themselves and interact with fans will prosper, while antisocial geniuses may fail. (It’s unsettling to wonder how the Salingers, Pynchons, Naipauls and David Foster Wallaces of tomorrow will fare in a world where social networking and glad-handing are de rigueur. Why should extroversion be required of a great novelist?)”

On the internet

Die Debatte über das Internet in Deutschland ist unbefriedigend. Argumente anderer Autoren werden allzuoft leichtfertig abgetan, statt eine differenzierte Position dazu einzunehmen. Es hat den Anschein, als sei man stolz auf die eigenen polemischen Fabulierkünste und begnüge sich dann damit. Pose statt Argument. Hype und Hysterie. Meiner Ansicht nach ist es für eine nüchtern-realistische Abwägung angebracht, das Internet zu entmystifizieren.

Cecilia Webber hat diese Situation in diesem Webcomic “dialektisch” eingefangen:
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Aufgabe im Argumentationsseminar: “Nehmen Sie Stellung zu den Vor- und Nachteilen des Internet”.

Was ist Analytische Philosophie? Nichts als Anti-Metaphysik oder Logik?

Pierre Wagner schreibt bei Eurozine über falsche, weil verkürzende Vorstellungen von Analytischer Philosophie: “The linguistic turn and other misconceptions about analytic philosophy“. Ist Analytische Philosophie dezidiert antimetaphysisch? Heute macht Metaphysik einen großen Teil der analytischen Forschung aus – wenn auch nicht in der Art, wie sie von Hegel oder Bergson betrieben wurde. Ist Analytische Philosophie unhistorisch? Schon einer der “Gründerväter”, Bertrand Russell, hat umfangreich über die Geschichte der Philosophie geschrieben. Wichtige Interpretationen von Platon und Aristoteles stammen aus der Feder von analytischen Philosophen. Ist Philosophie die “Magd der Wissenschaften”? Nicht bei Quine, nicht bei Wittgenstein, und es lassen sich viele Belege in der heutigen Analytischen Philosophie für eine gegenteilige Meinung finden. Sind analytische Philosophen hauptsächlich linguistische Philosophen? Wie ist der “linguistic turn” zu verstehen? Jedenfalls nicht eindeutig in der Weise, so Wagner, dass alle analytischen Philosophen damit auf ein Programm festgelegt wären. Die Analytische Philosophie ist zu vielfältig, als dass sie sich ausschließlich mit einem der genannten Programmpunkte charakterisieren ließe.