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	<title>Comments on: Prinzipielle Möglichkeiten, Willensfreiheit zu leugnen</title>
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	<description>Artikel, Links, Nachrichten zur Philosophie</description>
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		<title>By: Ingo-Wolf Kittel, Augsburg</title>
		<link>http://philoblog.de/2009/10/28/prinzipielle-moglichkeiten-willensfreiheit-zu-leugnen/comment-page-1/#comment-5181</link>
		<dc:creator>Ingo-Wolf Kittel, Augsburg</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 21:01:29 +0000</pubDate>
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		<description>In der Tat nehmen manche Hirnforscher wie &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Roth_(Biologe)&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Gerhard Roth&lt;/a&gt; immer wieder Bezug auf Experimente von der Art, wie sie &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Benjamin_Libet&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Benjamin Libet&lt;/a&gt; angestellt hat, z.B. in der Überblicksdarstellung &lt;a href=&quot;http://www.michael-funken.de/information-philosophie/philosophie/rothwillensfreiheit.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;&lt;i&gt;hier&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;. (Kritik &lt;a href=&quot;http://www.michael-funken.de/information-philosophie/philosophie/kittelzuroth.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;&lt;i&gt;hier&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;)

Allerdings ist die Interpretation dieser Experimente von Anfang an umstrittenen gewesen. Sie kann seit 2005 auch als experimentell widerlegt gelten. Die breitere Öffentlichkeit wurde darüber allerdings erst vier volle Jahre nach Erstpublikation &lt;a href=&quot;http://www.gehirn-und-geist.de/artikel/1010065&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;in der November-Ausgabe 2009&lt;/a&gt; des Magazins &lt;i&gt;Gehirn &amp; Geist&lt;/i&gt; informiert - während sonst die windigsten Meldungen aus der Hirnforschung sofort in die breite Öffentlichkeit getragen werden, wenn sie sich nur &lt;a href=&quot;http://www.gehirn-und-geist.de/artikel/971017&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;reisserisch aufmachen&lt;/a&gt; und im Sinne der vermeintlichen Weltsensation vom &lt;a href=&quot;http://www.gehirn-und-geist.de/artikel/968930&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;&lt;i&gt;Hirngespinst Willensfreiheit&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&quot; deuten lassen.
 
Nur wird dabei geflissentlich oder ahnungslos meist übersehen, dass jede Interpretation experimenteller Daten von Voraussetzungen ausgeht, die über ihre Deutung entscheiden. Willensfreiheit muss deswegen zur Illusion erklären, der wie &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Wolf_Singer&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Wolf Singer&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Prinz&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Wolfgang Prinz&lt;/a&gt; einen wenn nicht gleich metaphysischen, so doch mindestens methodischen Determinismus vertritt und im Namen der Wissenschaft dann behauptet, „&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Prinz#Willensfreiheit&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;&lt;i&gt;die Idee eines freien menschlichen Willens ist mit wissenschaftlichen Überlegungen prinzipiell nicht zu vereinbaren.&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; 

Aus Prinzip &lt;a href=&quot;http://www.brainlogs.de/blogs/blog/mind-at-work/2009-08-19/the-silence-of-data/page/1#comment-5648&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;ein empirisches Faktum und damit dessen Existenz&lt;/a&gt; zu bestreiten, dabei aber wissenschaftlich ernst genommen und hoch geachtet, ja sogar ausgezeichnet zu werden, ist heute bemerkenswerter Weise immer noch möglich - allerdings nur noch im Namen einer oder &quot;der Naturwissenschaft&quot;!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In der Tat nehmen manche Hirnforscher wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Roth_(Biologe)" rel="nofollow">Gerhard Roth</a> immer wieder Bezug auf Experimente von der Art, wie sie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benjamin_Libet" rel="nofollow">Benjamin Libet</a> angestellt hat, z.B. in der Überblicksdarstellung <a href="http://www.michael-funken.de/information-philosophie/philosophie/rothwillensfreiheit.html" rel="nofollow"><i>hier</i></a>. (Kritik <a href="http://www.michael-funken.de/information-philosophie/philosophie/kittelzuroth.html" rel="nofollow"><i>hier</i></a>)</p>
<p>Allerdings ist die Interpretation dieser Experimente von Anfang an umstrittenen gewesen. Sie kann seit 2005 auch als experimentell widerlegt gelten. Die breitere Öffentlichkeit wurde darüber allerdings erst vier volle Jahre nach Erstpublikation <a href="http://www.gehirn-und-geist.de/artikel/1010065" rel="nofollow">in der November-Ausgabe 2009</a> des Magazins <i>Gehirn &amp; Geist</i> informiert &#8211; während sonst die windigsten Meldungen aus der Hirnforschung sofort in die breite Öffentlichkeit getragen werden, wenn sie sich nur <a href="http://www.gehirn-und-geist.de/artikel/971017" rel="nofollow">reisserisch aufmachen</a> und im Sinne der vermeintlichen Weltsensation vom <a href="http://www.gehirn-und-geist.de/artikel/968930" rel="nofollow"><i>Hirngespinst Willensfreiheit</i></a>&#8221; deuten lassen.</p>
<p>Nur wird dabei geflissentlich oder ahnungslos meist übersehen, dass jede Interpretation experimenteller Daten von Voraussetzungen ausgeht, die über ihre Deutung entscheiden. Willensfreiheit muss deswegen zur Illusion erklären, der wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolf_Singer" rel="nofollow">Wolf Singer</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Prinz" rel="nofollow">Wolfgang Prinz</a> einen wenn nicht gleich metaphysischen, so doch mindestens methodischen Determinismus vertritt und im Namen der Wissenschaft dann behauptet, „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Prinz#Willensfreiheit" rel="nofollow"><i>die Idee eines freien menschlichen Willens ist mit wissenschaftlichen Überlegungen prinzipiell nicht zu vereinbaren.</i></a> </p>
<p>Aus Prinzip <a href="http://www.brainlogs.de/blogs/blog/mind-at-work/2009-08-19/the-silence-of-data/page/1#comment-5648" rel="nofollow">ein empirisches Faktum und damit dessen Existenz</a> zu bestreiten, dabei aber wissenschaftlich ernst genommen und hoch geachtet, ja sogar ausgezeichnet zu werden, ist heute bemerkenswerter Weise immer noch möglich &#8211; allerdings nur noch im Namen einer oder &#8220;der Naturwissenschaft&#8221;!</p>
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		<title>By: Björn</title>
		<link>http://philoblog.de/2009/10/28/prinzipielle-moglichkeiten-willensfreiheit-zu-leugnen/comment-page-1/#comment-5146</link>
		<dc:creator>Björn</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 10:28:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://philoblog.de/?p=599#comment-5146</guid>
		<description>Rein logisch argumentieren Neurowissenschaftler mit Bezug auf Willensfreiheit ja auch nicht. In ihren Argumenten stützen sie sich irgendwo auf empirische Behauptungen. Kevin Timpe hat in seinem Blog versucht zu skizzieren, wie die argumentativen Strategien pro und contra prinzipiell aussehen können. Als Anregung wollte ich hier in meinem Blog nur darauf hinweisen.
Danke für den Link!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Rein logisch argumentieren Neurowissenschaftler mit Bezug auf Willensfreiheit ja auch nicht. In ihren Argumenten stützen sie sich irgendwo auf empirische Behauptungen. Kevin Timpe hat in seinem Blog versucht zu skizzieren, wie die argumentativen Strategien pro und contra prinzipiell aussehen können. Als Anregung wollte ich hier in meinem Blog nur darauf hinweisen.<br />
Danke für den Link!</p>
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		<title>By: Ingo-Wolf Kittel, Augsburg</title>
		<link>http://philoblog.de/2009/10/28/prinzipielle-moglichkeiten-willensfreiheit-zu-leugnen/comment-page-1/#comment-5142</link>
		<dc:creator>Ingo-Wolf Kittel, Augsburg</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 23:24:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://philoblog.de/?p=599#comment-5142</guid>
		<description>Willensfreiheit als empirisches Faktum kann man nicht &quot;beweisen&quot;, sondern aufweisen oder aufzeigen. Anders gewendet kann man deswegen bloß logisch auch nicht &quot;beweisen&quot;, dass etwas nicht oder doch existiert. Nachvollziehbare Beweise sind zudem immer nur innerhalb eines vollständigen Kalküls oder geschlossenen Aussagesystems möglich wie z.B. in der Mathematik... 

Was wir mit dem umgangssprachlichen Verb &quot;wollen&quot; anzeigen (wollen), muss aus der Verwendung dieses Wortes im Alltag erschlossen werden. Wer genauer wissen will, wie wir das machen, was &quot;Willensbildung&quot; genannt wird und in welchen Einzelschritten diese besteht, wird sich mit der Willens- oder Volitionspsychologie beschäftigen müssen. 

Das Wichtigste davon habe ich im ersten Text &lt;a href=&quot;http://www.sprache-werner.info/Artikel_Kittel.1954.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;&lt;i&gt;hier&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; dargestellt, in dem ich auch angebe, wovon wir uns dabei &quot;frei&quot; machen: vom naturwüchsig-reflexhaften und gewohnheitsmäßigen, also unüberlegt-unbedachten Re-Agieren auf vorgegebene innere Impulse oder äußere Reize!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Willensfreiheit als empirisches Faktum kann man nicht &#8220;beweisen&#8221;, sondern aufweisen oder aufzeigen. Anders gewendet kann man deswegen bloß logisch auch nicht &#8220;beweisen&#8221;, dass etwas nicht oder doch existiert. Nachvollziehbare Beweise sind zudem immer nur innerhalb eines vollständigen Kalküls oder geschlossenen Aussagesystems möglich wie z.B. in der Mathematik&#8230; </p>
<p>Was wir mit dem umgangssprachlichen Verb &#8220;wollen&#8221; anzeigen (wollen), muss aus der Verwendung dieses Wortes im Alltag erschlossen werden. Wer genauer wissen will, wie wir das machen, was &#8220;Willensbildung&#8221; genannt wird und in welchen Einzelschritten diese besteht, wird sich mit der Willens- oder Volitionspsychologie beschäftigen müssen. </p>
<p>Das Wichtigste davon habe ich im ersten Text <a href="http://www.sprache-werner.info/Artikel_Kittel.1954.html" rel="nofollow"><i>hier</i></a> dargestellt, in dem ich auch angebe, wovon wir uns dabei &#8220;frei&#8221; machen: vom naturwüchsig-reflexhaften und gewohnheitsmäßigen, also unüberlegt-unbedachten Re-Agieren auf vorgegebene innere Impulse oder äußere Reize!</p>
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		<title>By: Björn</title>
		<link>http://philoblog.de/2009/10/28/prinzipielle-moglichkeiten-willensfreiheit-zu-leugnen/comment-page-1/#comment-5125</link>
		<dc:creator>Björn</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 08:05:07 +0000</pubDate>
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		<description>Verständlich. Und Romantik - alle so yeaahh! Mein Reden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Verständlich. Und Romantik &#8211; alle so yeaahh! Mein Reden.</p>
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		<title>By: rotor</title>
		<link>http://philoblog.de/2009/10/28/prinzipielle-moglichkeiten-willensfreiheit-zu-leugnen/comment-page-1/#comment-5119</link>
		<dc:creator>rotor</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 16:09:01 +0000</pubDate>
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		<description>Hm, es sollte wohl eher heißen das ich mich den Thesen verschließe und sie nicht ablehne...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hm, es sollte wohl eher heißen das ich mich den Thesen verschließe und sie nicht ablehne&#8230;</p>
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		<title>By: rotor</title>
		<link>http://philoblog.de/2009/10/28/prinzipielle-moglichkeiten-willensfreiheit-zu-leugnen/comment-page-1/#comment-5118</link>
		<dc:creator>rotor</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 16:05:51 +0000</pubDate>
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		<description>Ich lehne jegliche Thesen ab, die beweisen wollen -- oder auch könnten, dass ich keinen freien Willen haben könnte. Da bin ich ignorant, auf voller Linie. Und auch wenn es so wäre, was ich gar nicht zur Debatte stellen will, dann müßten wir doch so handeln als ob es sie gäbe. Wieso also trotzdem damit befassen? Ich will Romantik!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich lehne jegliche Thesen ab, die beweisen wollen &#8212; oder auch könnten, dass ich keinen freien Willen haben könnte. Da bin ich ignorant, auf voller Linie. Und auch wenn es so wäre, was ich gar nicht zur Debatte stellen will, dann müßten wir doch so handeln als ob es sie gäbe. Wieso also trotzdem damit befassen? Ich will Romantik!</p>
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