Archive for October, 2008

Haben Zauberer- und Hexengeschichten einen negativen Einfluss auf Kinder

Gut, dass das auch mal jemand Seriöses in der Öffentlichkeit fragt: Harry Potter fails to cast spell over Professor Richard Dawkins.
Da versucht man seine Kinder möglichst so zu erziehen, dass sie mit Chancen und Gefahren der Welt ohne unnötige Ängste und unrealistische Erwartungen zurechtkommen, und dann sind sie laufen konfrontiert mit Hexengeschichten, explodierenden Monstern, schreienden Geistern und Außerirdischen. Es ist zwar Zeitgeist und politisch korrekt, eher an Hexerei als an eine vernünftige Ausbildung zu glauben, ich finde das Angebot für Kinder in Medien und Büchern aber unterirdisch.

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Zeittafel der Philosophen

Bei Wikipedia gibt es eine Zeittafel der Philosophen, die von den Vorsokratikern bis zur Gegenwart reicht, also gut 2600 Jahre Philosophiegeschichte umfasst. Sie ist zwar nicht vollständig, bietet aber doch einen recht guten Überblick.

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Podcast mit Raymond Geuss

Raymond Geuss spricht im neuesten Podcast von Philosophy Bites über sein neues Buch (eine Rezension dazu habe ich gestern besprochen), in dem er Philosophen wie Robert Nozick oder John Rawls eine fundamentale Fehlausrichtung ihrer politischen Philosophie attestiert.

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Raymond Geuss’ neues Buch – Machtpolitik statt Moral

Adam Kirsch rezensiert Raymond Geuss neues Buch “Philosophy and Real Politics“. “I object to the claim that politics is applied ethics“, schreibt Geuss und richtet sich explizit gegen die “neo-kantianische”, liberale politische Philosophie, wie sie von Robert Nozick und John Rawls vertreten wurde. Diese seien abstrakt, unrealistisch, letzten Endes ideologische Mystifikationen. Geuss setzt dem ein marxistisch-leninistisches Politikverständnis entgegen, wonach das Bewusstsein durchs Sein korrumpiert ist, weshalb nicht moralische Gerechtigkeitserwägungen, sondern Macht der Untersuchungsgegenstand der politischen Philosophie sein solle. Er plädiert für einen “return from the present reactionary forms of neo-Kantianism to . . . neo-Leninism.

Sein Rezensent Adam Kirsch weist darauf hin, dass der Verzicht auf moralische Analyse und Gerechtigkeitserwägungen konsistent in der Position des Thrasymachus ausgedrückt ist: “The unjust is lord over the truly simple and just: he is the stronger, and his subjects do what is for his interest, and minister to his happiness, which is very far from being their own“. Dann ist aber fraglich, wie man für ein Engagement gegen Unterdrückung und Machtmissbrauch und für Solidarität argumentieren kann.

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Fotografien von Bertrand Russell

Zahlreiche, zum Teil sehr interessante Fotografien, von denen ich viele noch nicht kannte, findet man in der Bertrand Russell Gallery, und bei Bertrand Russell’s Photoghraphs von R. Muhammad.

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Beethoven und Philosophie der Musik

Charlie Huenemann hat eine Vorlesung über Beethoven und Philosophie gehalten. Seine Gedanken dazu (Schopenhauer, Nietzsche und den deutschen Idealismus) skizziert er in seinem Blog.

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“Und was macht man damit?”

Die Frage, die jeder Philosoph kennt. Wieso eigentlich? [via]

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Frei zugängliche Texte (englisch)

Die Bibliothek der Universität Adelaide hat eine Webseite mit einen umfangreichen Angebot frei zugänglicher Texte in englischer Sprache, darunter sehr viele philosophische Klassiker wie Aristoteles, Francis Bacon, Cicero, Epikur, Erasmus, David Hume, John Stuart Mill, Arthur Schopenhauer, Voltaire sowie von zahlreichen Schriftstellern und Ökonomen.

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Schlechte Argumente

Julian Baggini hat seine Abhandlungen über bekannte, aber falsche Argumentationsformen, die er zum Teil schon in der Serie “Bad Moves” bei Butterflies and Wheels veröffentlicht hatte, jetzt in einem Buch herausgegeben: The duck that won the lottery – and 99 other bad arguments.

In diesem Zusammenhang kann man noch einmal auf das ausgezeichnete Buch von Hubert Schleichert hinweisen – Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren.

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