Archive for July, 2008

Rationalität und Emotionen

Dieses zeitlose Thema (Descartes, moral sense, Hume, Adam Smith, Kant, Heinrich Heine, Franck, Nussbaum u.v.m.) ist nach wie vor von großem Interesse. Psychologische Fragen, biologische und physiologische Erkenntnisfortschritte, sowie die Fragen der Moral- und Sozialphilosophie machen es weiterhin aktuell.
Marion Ledwig hat 2006 ein Buch mit dem Titel Emotions. Their Rationality and Consistency veröffentlicht: “in the tradition of current emotion theorists, such as Elster, Damasio, de Sousa, Greenspan, Nussbaum, and Solomon, who advance the rationality of the emotions. … Besides discussing whether emotional intelligence and emotional consistency are forms of emotional rationality, this book makes clear how far this view on the rationality of the emotions can be generalized

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Die Relevanz von Wissenschaft und Aufklärung

Telepolis: Im August (2006) berichtete das Wissenschaftsmagazin “Science”, dass nur 40 Prozent der amerikanischen Bevölkerung an das Konzept der Evolution glauben.

George Smoot: Das finde ich beunruhigend, geradezu beängstigend. … Zu sagen, es hätte keinen Big Bang gegeben, entspricht der Behauptung, dass die Erde flach ist. Ich denke, dass es sehr wichtig für die Zukunft der Menschheit wäre, dass die Leute wieder aufgeklärter und rationaler werden.

Aus einem Interview mit dem Phyisker George Smoot, der 2006 den Nobelpreis für seine Untersuchung der kosmischen Hintergrundstrahlung, in der es auch um das Echo des Urknalls ging, erhielt. Es erschien in Telepolis special “Kosmologie” 2/2007. Online findet sich das Interview hier.

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Das Diagramm hat recht

Sowohl im universitären als auch im geschäftlichen Leben habe ich oft erlebt, wie intensiv statistische Daten gefiltert und sortiert werden, um dann auf dieser Grundlage möglichst eindrucksvolle Diagramme und Präsentationen zu erstellen. Der Gehalt der Daten geht dabei oft verloren, man verliert schnell den Blick für die interessanten Problemfälle und kann die rohen Daten selbst kaum noch interpretieren. Ich bin regelmäßig unzufrieden, wenn ich wider besseren Wissens solche glattgebügelten Grafiken erstelle. Dabei können sie einem so viel Sicherheit verleihen:
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[via EDV]

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Amerikanischer Akzent

Es ist gar nicht so leicht, einen glaubwürdigen amerikanischen Akzent zu sprechen – einmal abgesehen davon, dass es in den USA in den verschiedenen Regionen (New England, Südstaaten, Texas, Kalifornien …) unterschiedliche Akzente gibt. Aber normalerweise verfügen wir über ein Klischee, wie ein Amerikaner klingt und glauben, wir könnten dies leicht nachahmen.
Auf der Website der BBC findet man einen Beitrag inklusive Video darüber, was man beachten muss, um wie ein Amerikaner zu klingen: “How not to do an American accent“.
[via Crooked Timber]

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Dialektik 2.0

Jetzt auch in den Algorithmen des Internet.

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Stil in der Philosophie

Brian Leiter sammelt Vorschläge zur Beantwortung der Frage, welche Philosophen man Studenten empfehlen sollte, wenn man ihnen guten Stil zeigen will. John McDowell, Martin Heidegger, Jacques Derrida (und ich würde Hegel hinzufügen) sollte man stilistisch nicht zum Vorbild nehmen.

Aus den Kommentaren kann ich vielen Vorschlägen für guten Stil zustimmen: Hilary Putnam, Bertrand Russell, Karl Popper, David Hume, Peter Singer, vielleicht auch Descartes. Aus dem gegenwärtigen deutschsprachigen Raum fallen mir auf Anhieb Günther Patzig und Hans Albert ein. Welche Vorschläge haben Sie?

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Podcasts: Rousseau und Zivilisation, Locke und Toleranz

Auf Philosphy Bites gibt es wieder neue Podcasts:
- Melissa Lane über Rousseau und seine Auffassung von der Zivilisation
- John Dunn über John Locke und religiöse Toleranz u.a.

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Mechanisch reproduzierbare Kunst

David Pearson hat die Cover dieser und dieser großartigen Taschenbuchreihe bei Penguin Books gestaltet – und wie man sich denken kann folglich auch dieser deutschen. (Das habe ich vor 2 Jahren dazu geschrieben.)

Das Cover zu dem Klassiker von Walter Benjamin in dieser Reihe ist so schlicht wie eindrucksvoll:

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[via]

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Kunst: Ausgestopfter Hai für 12 Mio. Dollar

Marginal revolution: “The dead shark cost $12 million to buy but, of course, it didn’t cost nearly that much to make. So the production process isn’t eating up too many societal resources or causing too much damage to the environment. For the most part, it’s money passing back and forth from one set of hands to another, like a game — and, yes, the game is fun for those who have the money to play it. Don’t laugh, but we do in fact need some means of determining which of the rich people are the cool ones, and the art market surely serves that end.

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