Ich habe Poppers Mut und Klarheit bewundert, als er schlicht und einfach sagte, dass es uns besser geht und dass die politischen Systeme der westlichen Demokratien einen guten Schutz vor Despotie und Unrecht bieten. Das war natürlich eine direkte Konsequenz auf die 60er und 70er Jahre mit ihren ideologischen Fanatikern und auf die sozialwissenschaftlichen Debatten mit ihren ideologischen Auswüchsen und Vorurteilen.
Nach wie vor ist Optimismus nicht gefragt. Fortschritt, Aufklärung, Demokratisierung, mehr Freiheit und Wohlstand in allen Teilen der Welt – wenn derartige Thesen überhaupt einmal aufgestellt werden, ist ihnen Hohn sicher.
Stephen Moore vom Opinion Journal bricht auch eine Lanze für den Optimismus. U.a. zitiert er den UN-Report “State of the Future”:
“People around the world are becoming healthier, wealthier, better educated, more peaceful, more connected, and they are living longer.”"