Archive for October, 2007
Anthony Kenny über seine New History of Western Philosophy
Posted by Björn in Buecher, Geschichte, Leute, Links on 2007/10/30
Ich habe Anthony Kennys “Illustrierte Geschichte der westlichen Philosophie” sehr geschätzt, insbesondere als Empfehlung oder Geschenk für interessierte Laien.
Seine soeben bei OUP erschienene 4-bändige “History of Western Philosophy” scheint das Zeug zum Klassiker zu haben.
Auf Philosophy Bites kann man ein Interview mit ihm hören: “he explains his approach and gives some interesting insights into the figures that have shaped the subject ranging from Plato to Derrida“.
Ulrich Greiner über Safranskis Buch “Romantik”
Posted by Björn in Buecher, Geschichte, Literatur on 2007/10/30
Ulrich Greiners Rezension von Rüdiger Safranskis Buch “Romantik” erschien ursprünglich am 6.9.2007 in der “ZEIT”. Auf Sign and Sight ist sie jetzt auf Englisch unter dem Titel “The enchantment of the world” online erschienen.
Vargas Llosa über Lateinamerika: fehlende Unparteilichkeit des Rechts
Alvaro Vargas Llosa identifiziert in seinem Buch ‘Liberty for Latin America’ 5 Hauptgründe, warum Lateinamerika es nicht schafft, die erhoffte Zukunft zu gestalten und Fortschritte auf dem Weg zu Unparteilichkeit, Freiheit und Wohlstand nie von Dauer sind. Insbesondere die ständige und von allen Seiten betriebene Instrumentalisierung des Rechts für parteiische Zwecke sieht er als Hindernis auf dem Weg zur Befreiuung.
Michael J. Ard rezensiert Vargas Llosas Buch auf den Webseiten des konservativen “University Bookman”.
Was kennzeichnet Analytische Philosophie?
Posted by Björn in Analytische Philosophie, Sprache on 2007/10/26
Welches ist der richtige Stil in Analytischer Philosophie? Was sind die Kriterien für Analytische Philosophie? Gibt es noch Analytische Philosophie nach Rortys Kritik?
Einen weiteren Beitrag zu dieser Diskussion findet man bei Brian Leiter im Anschluss an eine Kritik des Stils von John McDowell – die ich auch deshalb interessant finde, weil mir während meines Studiums McDowells Texte dunkel und unerfreulich verkompliziert vorkamen.
Zwei Nachrufe auf Michael Frede
Posted by Björn in Leute, Verschiedenes on 2007/10/26
Michael Frede ist am 11. August beim Schwimmen im Golf von Korinth ertrunken. Mittlerweile sind zwei weitere Nachrufe mit vielen biografischen Details erschienen: auf Times Online und beim Telegraph. [via Brian Leiter]
“Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile”
Posted by Björn in Vermischtes Banales, Verschiedenes, Worte on 2007/10/05
Das BiBa (Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH) gibt dem Webauftritt seiner Abteilung “Intelligente Produktions- und Logistiksysteme” das Motto “Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile”.

Webseite des IPS beim BiBa.
Es schreibt diesen Satz Aristoteles zu mit der Zeitangabe “60 v.Chr”.
Ein kurisoser Fehler in der Visitenkarte eines Forschungsinstitutes – aber nicht so schlimm, denn so etwas passiert jedem. Bedauerlicher finde ich dagegen das Motto, dem ich hier meine Übersetzung hinzufügen möchte: “Das Ganze ist nicht mehr als eine hohle Phrase.”
Evolutionäre Psychologie
Posted by Björn in Biologie, Links, Psychologie on 2007/10/01
Der Wikipedia-Artikel über Evolutionäre Psychologie gibt einen ganz ordentlichen und ausgewogenen Überblick, wie mir scheint.
Wie soll man mit heiligen Texten umgehen?
Verfechter von religiösen Dogmen sind gegenüber Nichtgläubigen oft aggressiv und respektlos, womit sie das angreifen, was einem Atheisten “heilig” ist: Glaubens- und Handlungsfreiheit. Kein Wunder, dass diese sich gegen die überzogenen Wahrheitsansprüche zur Wehr setzen. “‘The Bible,” sighed Voltaire. ‘That is what fools have written, what imbeciles command, what rogues teach, and young children are made to learn by heart.‘” Struktur und einen Teil der Geschichte dieser Wortgefechte beleuchtet Carlin Romano im Chronicle, und plädiert für Toleranz für das, was der jeweiligen Gegenseite heilig ist: “atheists should not, unprovoked, go on and on about how sacred texts lack God’s imprimatur. And believers should not blithely go after atheists.” [via]
Das Problem dabei ist allerdings, dass heilige Texte in der Regel eine zentrale, authoritative Rolle in Argumentationen spielen, und als allgemeinverbindliche Wahrheit vorgestellt werden. Wie soll man dann Stellung beziehen?