David Humes Autobiografie und Adam Smiths Nachruf


Wenige Monate vor seinem Tod im Jahr 1776 schrieb David Hume einen kurzen Abriss über sein Leben, die die Verleger seiner Schriften einer der zukünftigen Ausgaben beifügen sollten. Da Hume mit seinen philosophischen Abhandlungen der Öffentlichkeit als areligiöser Sketipker galt (immerhin wurde ihm Zeit seines Lebens ein akademischer Lehrstuhl verwehrt), wollte er in einer unpolemischen Weise darlegen, dass er sein Lebensende in philosophischer Ausgeglichenheit erlebte.

I was, I say, a man of mild dispositions, of command of temper, of an open, social, and cheerful humour, capable of attachment, but little susceptible of enmity, and of great moderation in all my passions. Even my love of literary fame, my ruling passion, never soured my temper, … and though I wantonly exposed myself to the rage of both civil and religious factions, they seemed to be disarmed in my behalf of their wonted fury.
[Quelle: Liberty Fund]

Nach Humes Tod bestätigte Adam Smith in einem veröffentlichten Brief dessen ruhige Gemütsverfassung und Charakterstärke. Dieses “harmlose Blatt Papier” brachte Smith mehr Unannehmlichkeiten in den erhitzten öffentlichen Stellungnahmen ein als sein nach eigenen Worten “heftiger Angriff auf das gesamte Wirtschaftssystem Großbritanniens“.
Beide Texte, Humes Rückblick und Adam Smiths Brief, sind in der Online Library of Liberty abrufbar:

David Hume – MY OWN LIFE
Adam Smith – LETTER FROM ADAM SMITH, LL.D. TO WILLIAM STRAHAN, ESQ.

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