Archive for August, 2007

Website und Dokumente von James Rachels

James Rachels (1941-2003) hat sich als einer der ersten der Angewandten Ethik gewidmet und mit seinem Kompendium “Moral Problems” (1. Auflage 1971) viel dazu beigetragen, dass im amerikanischen Philosophiebetrieb die vornehmliche Beschäftigung mit metaethischen Fragen durch eine Hinwendung zu konkreten praktischen Probleme ergänzt wurde. Auf der James Rachels gewidmeten Webseite gibt es Informationen zu Leben und Werk des Philosophen, sowie zahlreiche Dokumente zum Download, darunter sein letztes Buch “The End of Life“. [via Leiter Reports]

No Comments

Nietzsche auf Film

Bei Youtube ist ein kurzes Video aufgetaucht, das Nietzsche in der späten Phase seines Lebens, als er bereits sehr krank war, zeigt. Brian Leiter, in dessen Nietzsche-Blog ich den Link gefunden habe, nimmt an, dass es sich nicht im Filmmaterial, sondern um digital bearbeitete Fotografien handelt.

1 Comment

Ralf Dahrendorf über Freiheit und ihre Gefährdungen

Ralf Dahrendorf hat in der NZZ einen Essay zur “Bewegungsfreiheit” veröffentlicht, in dem er skizziert, worin Freiheit besteht und wie das liberale System gefährdet wird. Bei Marc von der Wissenswerkstatt gibt es dazu einen Kommentar.

No Comments

Was bleibt von der Linken?

Nick Cohen hat für den anglo-amerikanischen Sprachbereich mit “What’s Left?” eine fruchtbare intellektuelle Herausforderung linker Selbstverständnisse und Positionen geschrieben (“Warum unterstützt die Linke heute jedes faschistische oder autokratische Regime, solange es nur antiwestlich ist?” (hier zitiert)), wie man sie hierzulande schon lange vermisst, wo es schon vor, erst recht aber nach 1989 schnarchiger denn je zugeht (woran die postmodernen Theorien als Ersatzbefriedigung einen erheblichen Anteil haben dürften).
Cohen hat jedenfalls für Diskussionen gesorgt, die der Perlentaucher teilweise hier wiedergibt.

No Comments

David Humes Autobiografie und Adam Smiths Nachruf

Wenige Monate vor seinem Tod im Jahr 1776 schrieb David Hume einen kurzen Abriss über sein Leben, die die Verleger seiner Schriften einer der zukünftigen Ausgaben beifügen sollten. Da Hume mit seinen philosophischen Abhandlungen der Öffentlichkeit als areligiöser Sketipker galt (immerhin wurde ihm Zeit seines Lebens ein akademischer Lehrstuhl verwehrt), wollte er in einer unpolemischen Weise darlegen, dass er sein Lebensende in philosophischer Ausgeglichenheit erlebte.

I was, I say, a man of mild dispositions, of command of temper, of an open, social, and cheerful humour, capable of attachment, but little susceptible of enmity, and of great moderation in all my passions. Even my love of literary fame, my ruling passion, never soured my temper, … and though I wantonly exposed myself to the rage of both civil and religious factions, they seemed to be disarmed in my behalf of their wonted fury.
[Quelle: Liberty Fund]

Nach Humes Tod bestätigte Adam Smith in einem veröffentlichten Brief dessen ruhige Gemütsverfassung und Charakterstärke. Dieses “harmlose Blatt Papier” brachte Smith mehr Unannehmlichkeiten in den erhitzten öffentlichen Stellungnahmen ein als sein nach eigenen Worten “heftiger Angriff auf das gesamte Wirtschaftssystem Großbritanniens“.
Beide Texte, Humes Rückblick und Adam Smiths Brief, sind in der Online Library of Liberty abrufbar:

David Hume – MY OWN LIFE
Adam Smith – LETTER FROM ADAM SMITH, LL.D. TO WILLIAM STRAHAN, ESQ.

,

No Comments

Michael Frede gestorben

Michael Frede ist am 11. August beim Baden im Golf von Korinth ertrunken (Quelle: Wikipedia). Frede war ein anerkannter Experte der antiken Philosophie. Er hat zusammen mit Günther Patzig Aristoteles’ “Metaphysik Z” herausgegeben, übersetzt und kommentiert. Das Classics Department der University of California, Berkeley, hat auf seiner Webseite einen Nachruf veröffentlicht.

1 Comment

Mindmaps: Verständnisverhinderer

Ich habe gerade über Blogscout bei cohu eine wunderbare Definition einer Mindmap gefunden, der ich voll zustimmen kann

Mindmap, die: graphisch-textuelles Mittel aus der Gattung der Verständnisverhinderer (decomprehensia). Mit einer M. gelingt es, komplexe Zusammenhänge, die dem Darstellenden verstandesmäßig nicht zugänglich sind, so darzustellen, dass die intellektuelle Erfassung in noch weitere Ferne rückt.

PowerPoint ist ja auch eine Denk- und Gedächtnisbremse

No Comments

Reemtsma über Rorty

Noch ein Nachtrag zu den zahlreichen Nachrufen auf Richard Rorty: Jan Philipp Reemtsma hat auf Eurozine seinen persönlichen Rückblick auf Rortys Philosophie geschrieben.

No Comments

e-Journal Philosophie der Psychologie

e-Journal Philosophie der Psychologie.

Dort einige interessante Beiträge. Unter anderem: Ansgar Beckermann: Mentale Eigenschaften und mentale Substanzen. Antworten der Analytischen Philosophie auf das ‘Leib-Seele-Problem’ (in Ausgabe Nr. 5).

No Comments

Open Access Philosophy Journals

Directory of Open Access Journals – Philosophy

No Comments

Ludwig von Mises im Kontext

Bei Statler & Waldorf gibt es eine ausführliche Entgegnung auf die leider in Deutschland recht verbreiteten ideologischen Verzerrungen des Liberalismus. Im Speziellen handelt es sich um Ludwig von Mises groteske Fehleinschätzung der Rolle des Faschismus, die allerdings aus dem Jahr 1927 stammt und im Zusammenhang eines Buches steht, das sich ausführlich und vehement gegen Gewalt als Mittel der Politik ausspricht – und gegen den Faschismus. Mehr dazu hier.

No Comments

David Papineau über Physikalismus

Gibt es rein physikalische Erklärungen für mentale Prozesse? Kann man das Bewusstsein physikalisch beschreiben? David Papineau vertritt diese Auffassung in einem Interview auf Philosophy Bites (Podcast).

No Comments