Die Universität nimmt die Dopingeingeständnisse der beiden Mediziner zum Anlass, die Freiburger Sportmedizin in ihren gesamten Aktivitäten während der vergangenen 20 Jahre auf den Prüfstand zu stellen.“
Dieser konsequente Stopp durch die Universitätsleitung ist sehr zu begrüßen. Er zeigt, dass es Menschen und Institutionen gibt, die ethischen Standards verpflichtet sind. Dies ist leider in vielen Bereichen von Wirtschaft, Politik und öffentlichem Leben nicht immer der Fall.
#1 by Marc | Wissenswerkstatt on 2007/05/24 - 6:21 pm
Es ist ja tatsächlich zu begrüßen, daß die Freiburger Unileitung nun endlich Konsequenzen gezogen hat. Allerdings ist das in diesem Fall kein Ausweis einer Orientierung an ethischen Standards, die zu loben wäre.
Die Freiburger Sportmediziner agieren seit 30 Jahren (wird übrigens in den nächsten Tagen ausführlicher auf meinem Bog beleuchtet) am Rande der Legalität bzw. jenseits davon. Und die Unileitung hat allenfalls großzügig darüber hinweggesehen, daß ihre Lehrstuhlinhaber Keul und Klümper etwa in den 80er Jahren in Todesfälle junger Sportler verstrickt waren.
Deshalb: dieser Schritt war längst überfällig. Es ist vielmehr traurig, daß jahrzehntelang gewisse Praktiken stillschweigend toleriert wurden.
#2 by Philoblogger on 2007/05/24 - 6:27 pm
Wenn das so ist, dann ist es tatsächlich mehr als überfällig. Ich werde mir deinen Bericht mit Interesse durchlesen.
#3 by Marc | Wissenswerkstatt on 2007/05/31 - 11:17 pm
Ja, ist leider wirklich so. Habe (nachdem ich zwischenzeitlich kurz verreist war) noch ein wenig recherchiert und den Artikel zu der Geschichte der Freiburger Sportmedizin heute online gestellt. Nachzulesen hier!