Archive for February, 2007

Europas gemeinsame Werte

Timothy Garton Ash plädiert auf Perlentaucher.de für ein positives Bild von Europa. Statt wie bisher auf künstlichen Mythen (oder Feindbildern), solle das europäische Ideal auf Werten basieren: “Freiheit, Frieden, Recht, Wohlstand, Vielfalt und Solidarität”

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Philosophiebücher für Kinder

Auf Open Book von BBC wurden kürzlich philosophische Bücher für Kinder empfohlen. Darunter “The Philosophy Files” von Stephen Law (Orion Children’s Books) und “Philosophy: The Classics” von Nigel Warburton (Routledge).
Ich habe bislang noch keine geeignete philosophische Literatur für Kinder gefunden. “Winnie the Pooh” und “Alice im Wunderland” oder Jostein Gaarder haben die Tests meiner kritischen Zuhörer nicht bestanden.

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Lisa Randall über Strings und Extra-Dimensionen

Die Stringtheorie postuliert zusätzliche Dimensionen, 10, vermutlich sogar 11 insgesamt. Die meist zitierte Theoretikerin der letzten Jahre dazu ist Lisa Randall (Harvard).
Hier ist sie zu sehen in einem ausführlichen Gespräch über ihr Buch “Warped Passages: Unraveling the Mysteries of The Universe’s Hidden Dimensions”. (Im zweiten Abschnitt des Interviews spricht Charlie Rose mit dem Biologen Edward O. Wilson.)

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Realtivismus schützt Dogmatismus

Das Problem mit dem Relativismus ist, dass seine Anhänger es oft nicht vermeiden, (mehr oder weniger unfreiwillig) Dogmatismus zu legitimieren, und in ihrer Indifferenz unfähig sind, grausame, inhumane Praktiken, die auf kulturellen Traditionen fußen, zu kritisieren. Es fehlt der Maßstab, um vorgeblich objektive Wahrheiten, die sich gegen Kritik immunisieren, zu kritisieren. Ein Moralist, ein emanzipatorischer Aufklärer, ein Progressiver kann körperliche Verstümmelung oder das Vorenthalten grundlegender Freiheiten nicht als ins Belieben gestellte kulturelle Gegebenheit akzeptieren. Für ihn ist Wahrheit hier nicht relativ.
Der Wertepluralismus dagegen bleibt eine richtige Forderung, deren Praxis aber noch vieler Diskussionen und Erfahrungen bedarf, wie uns unsere gegenwärtigen Probleme zeigen.

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Schüler erklären Behaviorismus

auf YouTube (und vertun sich mit Hilary Putnam):

But you have to admit that Hilary is a chick’s name.

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Bruce Schneier: Warum Vistas DRM schlecht für sie ist

Bruce Schneier, bekannter Computersicherheitsexperte, fällt ein vernichtendes Urteil über die absichtlich beschränkten Multimediafähigkeiten von Windows Vista:

Windows Vista enthält eine Reihe von “Features”, die man nicht will. Diese Features machen ihren Computer weniger zuverlässig und weniger sicher. Sie machen ihren Computer weniger stabil und langsamer. Sie verursachen Probleme beim technischen Support. Sie erfordern sogar möglicherweise eine Erneuerung der Hardwareperipherie und der vorhandenen Software. Und diese Features leisten überhaupt nichts Nützliches. Tatsächlich arbeiten sie gegen sie. Es sind Digital Rights Management (DRM) Features, die auf Geheiß der Unterhaltungsindustrie in Vista eingebaut wurden.

Und sie können sie nicht ablehnen.

(Original (englisch) bei Forbes und im Weblog)

[Via vowe: "Repeat after me: DRM is bad for the customer"]

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“Relativism is politically correct baloney”

Stephen Law bloggt über (gegen) den moralischen Relativismus.

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Theologiekritik

Daniel Dennett antwortet auf H. Allen Orrs Kritik an Richard Dawkins’ Buch “The God Delusion”, worauf wiederum Orr antwort (New York Review of Books).

Das beste Buch, das ich bisher zu diesem Thema gelesen habe, ist John Leslie Mackies “Das Wunder des Theismus”. Zur philosophischen Einführung ist Norbert Hoersters “Die Frage nach Gott” zu empfehlen oder David Humes Klassiker “Dialoge über natürliche Religion”. Eine methodologische Kritik findet man in Hans Alberts “Das Elend der Theologie”

Nachtrag: Dennett antwortet auf Orrs Replik.

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Werte und Globalisierung

Am Sonntag, 11. Februar um 13.30 Uhr wird auf 3sat eine Gesprächsrunde des SWR zum Thema “Werte und Moral unserer Gesellschaft” in Zeiten der Globalisierung ausgestrahlt. Teilnehmer sind Konrad Adam (Publizist), Peter Prange (Schriftsteller), Peter Rinderle (Politische Philosophie, Moralphilosophie) und Robert Spaemann (katholische Sozialphilosophie).

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Web 2.0 und weitergehende Fragen

The Machine is Us/ing Us

Ein beeindruckend gemachtes Video von Michael Wesch, Assistant Professor of Cultural Anthropology an der Kansas State University über die Entwicklung der Funktionen des Internet bis zum Web 2.0 mit der Botschaft, dass die Verlinkung nicht mehr nur Text sondern Personen umfasst und damit Fragen zu Identität, Ethik, Urheberrechten usw. aufwirft.

[via Volker]

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