Archive for September, 2006

US-Wissenschaftler gegen religiösen Einfluss

US-Wissenschaftler, die sich verpflichtet fühlen “to enter the political debate when the nation’s leaders systematically ignore scientific evidence and analysis, put ideological interests ahead of scientific truths, suppress valid scientific evidence …” haben SEforA gegründet. (SEforA-Blog)

“Prominente US-Wissenschaftler gehen am Mittwoch mit der Lobby-Organisation SEFORA an die Öffentlichkeit. Sie wollen den Einfluss ideologischer und religiöser Gruppen auf die Politik eindämmen.” [Futurzone]

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Hegels Logik

“Hegel konnte einfach zu wenig Logik.” (Ernst Tugendhat)

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Tugendhat: Freiheit und Determinismus

In der Philosophischen Audiothek ist ein Vortrag von Ernst Tugendhat vom 8.1.2006 an der Uni Wien über Freiheit und Determinismus online.

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Ronald Dworkin: Three Questions for America

Dworkin behandelt in der New York Review of Books drei aktuelle Fragen:
- Should alternatives to evoultion be taught in schools?
- The pledge of allegiance
- Gay marriage.

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Heine über Religion

Heinrich Heines Text “Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland” ist online zugänglich beim Projekt Gutenberg oder bei Heinrich-Heine.net oder bei DigBib.org – dort auch vollständig als HTML, PDF oder txt-Datei. Der Text ist nicht als prominenter Beitrag zur Religionsphilosophie in die Philosophiegeschichte eingegangen, enthält aber gleichwohl einige der pointiertesten philosophischen Formulierungen Heines und ist sowohl als sozialhistorische Analyse als auch selbst als sozialhistorisches Dokument von gewissem Interesse.

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The Philosopher’s Magazine Online

The Philosopher’s Magazine Online bietet Nachrichten, Links und “Games”.

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Different views are part of the process

Die St. Petersburg Times aus Florida hat ein Telefoninterview mit dem Philosophen Peter Singer (Princeton) geführt.

Do strong reactions to what you say surprise you? Hurt you?
I don’t like people hearing about me secondhand and firing off abuses at me. That’s frustrating. If people really look at what I’ve written, and grappled with the problems I’ve dealt with, then it’s different. Hearing different views is part of the process.

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Religionsstreit: Immer mehr heiße Luft

Otto Kallscheuer meint zu den Aufregungen über die jüngsten Äußerungen des Papstes:

“Papst Benedikt sollte sich nicht entschuldigen. Der Vatikan sollte darauf hinweisen, dass hier Vertreter der türkischen Gemeinschaft ihn falsch verstanden haben.”
[SpOn-Interview mit Otto Kallscheuer]

[via delecat]

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“There is an elephant in the room” – Richard Dawkins über den wachsenden religiösen Fundamentalismus

“Don’t let’s forget the elephant in the room: an elephant called ‘religion’ … the process of non-thinking called ‘faith’.”

Richard Dawkins

Richard Dawkins hat eine beeindruckende zweiteilige Fernsehdokumentation über religiösen Fundamentalismus und die Notwendigkeit, ihm zu widerstehen, produziert, die jetzt bei GoogleVideo zu sehen ist.
Teil 1.
Teil 2.

Via Mario Sixtus

Tipp: Die Filme sind jeweils 45 Minuten lang – für ein ruckelfreies Anschauen empfiehlt es sich, den Abspielknopf zu drücken und anschließend wieder auf Pause zu schalten, damit der Film erst mal geladen wird – GoogleVideo lädt nicht schnell genug.

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Über “Poststrukturalismus”, Gegenwart und Religion

Stichworte bei mo.
Z.B.:

»Unsere inneren Sinne drohen abzusterben« – unsere inneren Sinne sind überhaupt erst durch Säkularisierung erwacht.

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Stumpfe Wiederholung statt Entwicklung – der “dialektische Widerspruch” tritt auf der Stelle

Der Schockwellenreiter ist ja bekannt und wird von mir geschätzt für seine Links zu Fundstellen seltener oder altertümlicher Technik- und Kulturgüter. Auch heute hat er wieder so ein kurioses Schmuckstück, dass allerdings nicht von 1812 oder 1859 stammt, sondern aus dem Jahr 2006: “Hegel, nicht Kant”. Die “Junge Welt” ist der alten verhaftet und analysiert, wie Rosa Luxemburg die philosophische Hoffnung allein in Hegel statt Kant gesehen habe, weil nur seine Dialektik eine Erkenntnis historischer Antagonismen und deren Überwindung verbürge, – so wie es vom philosophischen Rosenkranz des Marxismus eben vertraut ist.

In ihrem [d.h. Luxemburgs] Werk findet man nicht mehr als ein Dutzend Hinweise auf Hegel und seine Philosophie. Doch sie verweisen auf das Herzstück seines Systems, auf die Dialektik der Bewegung und damit auf die des Widerspruchs.”

Es ist selbst für wohlwollende Teilnehmer an diesem philosophischen Diskurs frustrierend, dass Anhänger Hegels immer noch glauben, Widersprüche, oder dialektische Widersprüche, ließen sich ohne Hegelsche Dialektik weder beschreiben noch vorstellen noch verstehen. Dafür werden jedoch – gelegentlich bereitwillig – logische Widersprüche in Kauf genommen.
Auch Marxisten und Hegelianer müssen zur Beschreibung welcher Widersprüche auch immer die Sprache und die Logik benutzen. Da mag das literarische Oeuvre Hegels vielleicht Inspirationen liefern mit metaphysischen Aussagen wie: “er [der Widerspruch] aber ist die Wurzel aller Bewegungen und Lebendigkeit” – eine Frage der Kreativität bei der Erklärung realer Phänomene. Ein Erklärungsmonopol kann diese Dialektik dagegen nicht beanspruchen; – wenn sie überhaupt etwas erklärt. Dagegen führt sie auf das Glatteis der Geschichtsphilosophie, mit der Marxisten immer zuverlässig wissen, auf welcher historischen Stufe sich ein (gegebenenfalls “falsches”) Bewusstsein gerade befindet. Dafür bekommt es dann eine bunte Plakette angesteckt, damit es leicht auf den ihm zugewiesenen Platz gestellt werden kann.

Aber wahrscheinlich ist das alles nur ein einziges Missverständnis, denn wie sagte Hegel doch über Marx: “Nur einer hat mich verstanden, und der hat mich auch nicht verstanden.” Wenn man jedenfalls “das Denken an der »schneidenden Waffe der Hegelschen Dialektik« immer wieder schärft“, sollte man auf keinen Fall die Logik vergessen. Und – die Geschichte.

Otto Neurath hat eine treffende, von Quine berühmt gemachte Metapher dafür gefunden, wie es um unsere Erkenntnissituation bestellt ist:

Wie Schiffer sind wir, die ihr Schiff auf offener See umbauen müssen, ohne es jemals in einem Dock zerlegen und aus besten Bestandteilen neu errichten zu können.

Ohne Logik und Wissen werden wir keine neuen Schiffe bauen. Mit klug angewandten Erfahrungen werden es bessere Schiffe sein.

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In einer Körperzelle

The Inner Life of the Cell (Flash) von BioVisions, Harvard University. Hier ist eine kurze Rekonstruktion davon, was man sieht. [via Metafilter]

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