Dave Winer: “…the blogosphere has gained many of the negative traits of mail lists or Usenet. There are certain topics that, if approached, will result in a flameout. … Imho there’s no point blogging if you accept those constraints. There aren’t many people who do the flaming, but they do control discourse…”
Obwohl Winer hier insbesondere seine persönlichen Erfahrungen verarbeitet (als prominenter, in letzter Zeit umstrittener Experte), trifft er natürlich den allgemein interessierenden Punkt, denn die Sache liegt klar zutage (sinnvolle Kommunikation ist ja keine Neuerfindung des Internetzeitalters): die sozialen Mechanismen des Eiferns und Spottens, der Grüppchenbildung und mentalen Abschottung, sind alte Bekannte und funktionieren in öffentlichen Medien des Internetzeitalters nicht wesentlich anders als auf dem Schulhof, im Sportverein oder in der Politik. Und natürlich gibt es anerkannte Meinungsführer auch in der Blogosphäre, in einer relativ kleinen wie der deutschen vielleicht sogar besonders, deren Meinungen und Empfehlungen Viele folgen. Das ist normal, und manchmal auch eine Bereicherung. Oft ist es aber störend, indem es die offene Entwicklung hemmt. Es liegt natürlich an den Bloggern selbst, welcher Stil, welcher Umgang miteinander und welche Offenheit für Verschiedenes sich durchsetzt. Offenheit und Respekt sind jedenfalls die Voraussetzung dafür, dass viel von dem angeboten wird, was man braucht, um sich eine vollständige Meinung zu bilden.
Bloggen 2.0: Bloggen mit Respekt
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2 Responses to “Bloggen 2.0: Bloggen mit Respekt”

Offenheit und ein gehobener Diskussionsstil ist immer Abhängig von den Inhalten der Beiträge und der Stammleserschaft eines Bloggs. Wer Einen Beitrag dazu verfasst, das Katzen doofe Ohren haben muss ich nicht wundern auf Harsche Kritik gefasst zu machen. Wer zu einseitig schreibt auch nicht.
Also steht und fällt mit dem Hauptartikel die Stimmung in den Kommentaren.
Die ‘anerkannten Meinungsführer’ existieren nicht. Sie sind nur ‘anerkannte Themenverbreiter’. Bei der Diskussion um Euroweb geht es nicht primär darum was Jonny darüber denkt, sondern das er darüber schreibt und so die Gesammtaufmerksamkeit auf das Thema l(e oder i)nkt.
Die Diskussionskultur ist schon ein soziales Phänomen, – sprich vorhanden oder eher abwesend, und am besten ist man vor Fallstricken und Fettnäpfchen auf der Hut. In Sicherheit wiegen kann man sich allerdings nie.