Dieses Weblog zur Philosophie ist ein lang gehegter Wunsch und länger schon vorbereitetes (aber keinesfalls straff geführtes) privates Projekt. Die Philosophie ist in der Öffentlichkeit – so auch im Internet – oft gar nicht, oder aber schlecht, d.h. in einer der aktuellen Moderichtungen oder in einem krausen, pseudo-avantgardistischen Stil vertreten. Es gibt allerdings auch eine andere Tradition, die die Philosophie ernst nimmt und sich auch bemüht, sie den Menschen näherzubringen. Im 18. Jahrundert tat dies beispielsweise Voltaire, im neunzehnten Heinrich Heine oder im 20. Jahrundert Bertrand Russell. Und obwohl es erstens noch viele Andere gibt, und zweitens dieses Blog nicht den Anspruch erheben will, es besser zu machen oder in dieser Hinsicht originell zu sein, so will es es doch wenigstens tun – über Philosophie schreiben, und die Philosophie und die Menschen ernst nehmen.
Und ein gerade gefallenes Stichwort führt sogleich zu einem ersten Motto, das erfreulicherweise eine soziale Tugend vieler Philosophen ist, die ich schätzen gelernt habe:
Originalität und Schnelligkeit sind keine entscheidenden Kriterien in der Philosophie. In der Populärkultur, auf dem Schulhof und im Sport mag dies anders sein. Diese beruhigende und erfeuliche Bedächtigkeit der Philosophie soll hier gleich zu Beginn als Pappschild gegen die kreischenden Züge des Internetz aufgestellt sein.
Über dieses Weblog
Comments
3 Responses to “Über dieses Weblog”


1. Juli 2005? Voltaire, Heinrich Heine, Bertrand Russell? Du nimmst das ja richtig ernst mit der Langsamkeit, was?
Aber tolle Domain. Schade drum eigentlich.
Das kommt noch.
Am Anfang hatte ich auch noch den Anspruch alles so auszufeilen, das ich eigentlich kaum etwas schreiben konnte.
Inzwischen muss ich mich immer wieder darin bremsen, weil ich sonst einfach nicht einmal die Hälfte der Sachen, die mich so bewegen niederschreiben kann.
Ich habe dieses Blogg viel zu spät gefunden … aber besser später als nie.
Viel Erfolg und wenig Zeitdruck wünscht Hermes.